RIP: Willie Colón

Colón war Teil der Fania All Stars, die unter ihrem Chef Johnny Pacheco den Nukleus der Salsa-Entstehung im New York der späten 1960er und frühen ’70er bildeten. Er war verantwortlich dafür, dass die Posaune als zentrales Instrument in den Salsa-Arrangements zum Zuge kam. Stilbildend wurden seine Teamworks mit den Fania-Kollegen Héctor Lavoe, Celia Cruz oder Rubén Blades, mit letzterem veröffentlichte er die bis heute meistverkaufte Salsa-Platte „Siembra“. Auch im Pop wurde er durch die Zusammenarbeit mit David Byrne (Talking Heads) ein Begriff.
Colón verkaufte 30 Millionen Schallplatten und wurde elf Mal für den Grammy nominiert, bereits 2000 erfolgte seine Aufnahme in die „International Latin Music Hall of Fame“. „Über die Musik hinaus war Willie eine Stimme für seine Gemeinschaft – ein Aktivist und engagierter Bürger. Er verstand, dass Rhythmus Menschen und Herzen bewegen kann – und dass Lieder Veränderungen anstoßen können“, so sein Label. Sein Einfluss wirkt weiter: Der soeben Grammy-gekrönte Rapper Bad Bunny unterbrach am vergangenen Sonntag in São Paulo sein Konzert, um Colón für seinen maßgeblichen Einfluss zu danken.
Weiterführende LInks
Willie Colón





