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Slowly Rolling Camera

Slowly Rolling Camera

(Edition/Soulfood)

Slowly Rolling Camera – Slowly Rolling Camera (Cover)In der britischen Presse werden sie zurecht mit dem Cinematic Orchestra verglichen. In der Tat entwerfen Slowly Rolling Camera ganz ähnliche Klanglandschaften, in denen monumentale Bässe, Soulstimmen – in diesem Fall die von Dionne Bennett – und eine düstere Ästhetik mit vibrierenden Grooves eine wichtige Rolle spielen. Eine Horde Streicher, zwei Bläser, Phronesis-Bassist Jasper Hoiby und Gitarrist Chris Montague ergänzen das Quartett, bei dem Dave Stapleton als Komponist und Keyboarder federführend ist. Insbesondere die Integration der Streicher, beispielsweise im sehnsüchtigen „Bridge“-Intro, ist beeindruckend. Und Bennett kann mit ihrem weltmüden Organ locker mit Beth Gibbons und ähnlichen Vorbildern mithalten. Vielleicht ist der Bandname ja sogar eine Verbeugung vor Jason Swinscoes Cinematic Orchestra – schließlich hat er mit seiner Band einst den Soundtrack zu Dsiga Wertows experimentellem Stummfilm „The Man With The Movie Camera“ eingespielt.

Text
Rolf Thomas
, Jazz thing 104

Veröffentlicht am unter Reviews
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