Rez Abbasi

Django-Shift

(Whirlwind/Indigo)

Rez Abbasi – Django-Shift (Cover)Legenden wie Django Reinhardt widerfährt selten ein wirklich neuer Umgang mit ihrer musikalischen Hinterlassenschaft. Nun bereitet der pakistanisch-amerikanische Gitarrist Rez Abbasi Material des 1953 verstorbenen Franzosen mutig für die Jetztzeit auf und wird damit sicher tüchtig polarisieren. Die Traditionalisten unter Reinhardts Jüngern wird die Aufnahme, die auf einem Auftrag des kalifornischen Django Festivals Freight & Salvage basiert, auf die Palme bringen, Verfechter unbedingten Modernisierens aber vielleicht ebenso. Was Abbasi mit dem Keyboarder Neil Alexander, dem Schlagzeuger Michael Sarin und Nummern wie „Cavalerie“ oder „Diminishing“ anstellte, ist nämlich nicht immer sonderlich geschmackvoll. Der Rezensent findet speziell den stillosen, geradezu aufdringlichen Einsatz elektronischer Tasteninstrumente sehr fraglich, Abbasis Beiträge an bundlosen und bündigen Gitarren dafür mitunter spannend und es amüsiert ihn, wenn Titel wie „Swing 42″ irgendwie nach „Django meets Mahavishnu“ tönen.

Text
Ssirus W. Pakzad
, Jazz thing 136

Veröffentlicht am unter Reviews

Nosferatu