„Partisan Ship“ von Phillip Golub vereint individuelle Freiheit und kollektive Interaktion mit bemerkenswerter Direktheit. Entstanden aus gemeinsamen Experimenten mit neuem Tonmaterial entwickelt das Album eine eigene musikalische Sprache: assoziativ, zwischen Bebop, Balkan, Neoklassik, Elektronik und Avantgarde. Und doch ganz neu: Es entfaltet sich ein schwereloser Klangraum, der sich zielgerichtet ausweitet und konzeptionell weiterentwickelt. Aus dem Synthesizer-Fundament erwachsen eigenwillige Schlagzeugpattern, fließen Klarinettenmelodien und nahezu traditionelle Trompetensoli. Mikrotonale Strukturen eröffnen dem Ensemble neue Hörwelten, bleiben dabei aber überraschend zugänglich und konkret. „Partisan Ship“ ist komplex, vielschichtig – und zugleich von einer leichten, fast selbstverständlichen Schönheit getragen.
Text
Paula Rösner
Ausgabe
, Jazz thing 164
Veröffentlicht am 20. Aug 2026 um 07:57 Uhr unter Reviews