Norbert Stein

Pata On The Cadillac

(Pata Music/patamusic.de)

Norbert Stein – Pata On The Cadillac (Cover)Sieht man von einem Foto eines Schrottplatzes mit übereinandergestapelten Autowracks im Booklet ab, so klärt sich der assoziationsreiche Albumtitel „Pata On The Cadillac“ nicht. Dessenungeachtet hat der mittlerweile wieder mitten in Köln lebende Norbert Stein diesmal die lautmalerische Doppelsilbe „Pata“ nicht in den Namen der Band, sondern in den der CD integriert. Musikalisch ist natürlich auch in den zehn Kompositionen des Saxofonisten all das wiederzuerkennen, was Steins frühere „Pata“-Alben auch ausgezeichnet hat: geradezu als Hymnen vorgetragene Themen, eine differenzierte Improvisationskunst, die gleichsam sequenzierend das vorgestellte Material fortführt, ein untrügliches Gespür für Grooves, die durch rhythmische Störfeuer ins Stolpern gebracht werden. Und dennoch erzählt Steins neue CD auch von Veränderungen. Sein gleichsam als Kammer-Jazzorchester aufgestelltes Oktett, das der Bandleader für die Aufnahmen zusammengerufen hat und in dem neben Stein auf dem Tenorsaxofon und dem „Alltime-Pata“ Michael Heupel (Flöte) auch noch Nicolao Valiensi (Euphonium), Ryan Carniaux (Trompete), Georg Wissel (Altsaxofon), Albrecht Maurer (Violine), Joscha Oetz (Bass) und Christoph Haberer (Drums) zu hören sind, komprimiert geradezu die Vorlagen: Die Themen sind noch singbarer, die Rhythmik ist noch swingender und das Prinzip der Klangverdichtung noch prägnanter geworden.

Text
Martin Laurentius
, Jazz thing 98

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