Lyle Mays

Eberhard

(Lyle Mays/lylemays.com)

Lyle Mays – Eberhard (Cover)Die letzte Komposition, an der Pat-Metheny-Keyboarder Lyle Mays bis kurz vor seinem Tod gearbeitet hat und die er noch fertigstellen konnte, ist dem deutschen Bassisten Eberhard Weber gewidmet, der einen immensen Einfluss auf Mays (und auch auf Metheny) hatte. Das 13 Minuten lange „Eberhard“ erscheint nun auf CD und nimmt einen mit auf eine raffinierte Reise. Der Beginn ist verhalten, Mays‘ Flügel und drei Stimmen führen schließlich zu einem lateinamerikanischen Rhythmus, der von Wade Culbreath an Vibrafon und Marimba koloriert wird. Die Schlagzeuger Alex Acuña und Jimmy Branly und der Bassist Jimmy Johnson unterfüttern dann eine Sektion, die von einem ausgedehnten Solo des Saxofonisten Bob Sheppard lebt. Keyboarder Mitchel Forman und vier Celli lassen den Sound zunehmend üppig werden. Schön ist es auch, dass Gitarrist Bill Frisell dabei ist, der sich einst in der Band von Eberhard Weber erste Meriten erwarb.

Text
Rolf Thomas
, Jazz thing 140

Veröffentlicht am unter Reviews

Nosferatu