John Coltrane

A Love Supreme – The Complete Masters

(Impulse!/Universal)

John Coltrane – A Love Supreme – The Complete Masters (Cover)Eine spirituelle Erleuchtung hätte ihn 1957 zu einem reicheren, produktiveren Leben geführt, schreibt John Coltrane, dessen Gesundheit durch die damals überwundene Drogen- und Alkoholsucht jedoch schon sehr stark angegriffen war, in den Liner-Notes zu seinem einflussreichsten Werk „A Love Supreme“ im Dezember 1964. Im Sommer seines Todes, 1967, sang Aretha Franklin „Respect“– und Coltranes „A Love Supreme“ wurde von jungen Schwarzen mit Afrofrisuren, Dashikis und erhobenen Fäusten ebenso gehört wie auf den Love-Ins der Pazifisten und Hippies. Im Unterschied zur „Deluxe Edition“ von 2002 enthält die nun anlässlich des 50-jährigen Jubiläums veröffentlichte Edition „A Love Supreme – The Complete Masters“ weitere, bislang unveröf-fentlichte Mono-Takes sowie Fehlstarts und Overdubs der legendären Aufnahmen in Rudy van Gelders Studio am 9. Dezember 1964. Van Gelder sagt, Coltrane sei einer der wenigen Menschen gewesen, der noch vor dem Anhören der Aufnahmen wusste, wann er etwas Gutes gespielt hat. Am 10. Dezember erweiterte Coltrane sein Quartett noch um Archie Shepp (Saxofon) und Art Davis (Bass). Diese in ihrem dringlichen Freiheitswillen unbeirrten Einspielungen sind als kulturhistorische Dokumente ein Riesengewinn.

Text
Christian Broecking
, Jazz thing 111

Veröffentlicht am unter Reviews
Trackback URL: https://www.jazzthing.de/review/john-coltrane-love-supreme-masters/trackback/

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Abonnieren: Benachrichtigung bei neuen Kommentaren
oder ohne Kommentar abonnieren.