Joachim Kühn / Majid Bekkas / Ramon Lopez - ChalabaUnd dann hat es „Zoom“ gemacht, anno 2004 in Rabat. Joachim Kühn war kaum angekommen, um bei Jazz Aux Oudayas ein Konzert zu geben, da fand er schon in Majid Bekkas sein musikalisches Alter Ego. Seitdem hat sich das Gespann um Drummer Ramon Lopez verstärkt, ist dann als Trio aneinander gewachsen und findet nun in „Chalaba“ zu einer neuen Form der Lockerheit, die den bisherigen Alben abging. Das liegt vor allem an Kühn, der seine sonst gerne überbordenden eruptiven Pianokaskaden etwas zügelt und auf diese Weise mehr Platz für einen gemeinsamen Klang bietet, der auch Guembri, Oud, Gesang und Percussion umfassender zur Geltung kommen lässt. Außerdem scheinen die drei Freaks nun nach zahlreichen Konzerten einen gemeinsamen Flow gefunden zu haben, der nicht mehr auf Gruppenidentitäts-Suche ist, sondern die vorhandenen Ressourcen nutzt. Kühn ist ein bisschen mehr Araber, Bekkas etwas mehr Europäer geworden und Ramon Lopez hatte als Spanier eh schon immer beide Welten im kulturellen Stammbaum. So ist „Chalaba“ eine rundum gelungene Kombination – und darüber hinaus Musik mit einem Lächeln.

Text
Ralf Dombrowski
, Jazz thing 87

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