Jaimeo Brown Transcendence

Work Songs

(Motéma/Membran)

Jaimeo Brown Transcendence – Work Songs (Cover)„Work Songs“ ist eine faszinierende Platte. Weil sie Vergangenheit mit Gegenwart verbindet und dabei eine relativ simple Lösung für die Zukunft aufzeigt. Für Jaimeo Brown sind die Gesänge der Sklaven aus dem Mississippi-Delta, der Strafgefangenen in den Steinbrüchen, der ausgebeuteten Gleisarbeiter und der japanischen Steinmetze der Schlüssel zur Erkenntnis. Indem der Drummer die überlieferten Arbeitslieder mit beschwörenden Samples und spannenden Intermezzi seines Transcendence-Ensembles verwebt, setzt er enorme Energien frei. JD Allens Tenorsax erinnert in seiner Intensität an den frühen Pharoah Sanders, während die schwere Bluesgitarre von Chris Sholar sämtliche elektronischen Kanten und urbane HipHop-Spitzen direkt ins Auge des Taifuns zieht. Gerade in einer Zeit, in der sich Geschichte zu wiederholen beginnt und die Welt aus den Angeln gerät, sei es für Künstler das Gebot der Stunde, ein starkes Zeichen zu setzen, sagt Brown. Es gehe darum, aus leidvollen Erfahrungen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Nur Stärke und gegenseitige Unterstützung helfen, Leid und Gefahren zu überwinden. Die „Work Songs“ weisen den Weg.

Text
Reinhard Köchl
, Jazz thing 112

Veröffentlicht am unter Reviews
Trackback URL: https://www.jazzthing.de/review/jaimeo-brown-transcendence-work-songs/trackback/

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Abonnieren: Benachrichtigung bei neuen Kommentaren
oder ohne Kommentar abonnieren.