Ilmiliekki Quartet

Ilmiliekki Quartet

(We Jazz/GoodTo Go)

Ilmiliekki Quartet – Ilmiliekki Quartet (Cover)Die Alben des finnischen Viererbundes mochten bislang kernige Titel wie „March Of The Alpha Males“ oder „Land Of Real Men“ tragen – dass es sich dabei um pure Selbstironie handelt, beweist das Ilmiliekki Quartet mit den sechs sensibel-versponnenen Stücken seines neuen Albums. Angeführt von den gleichermaßen sehnsuchtsvollen wie zweiflerischen Tönen aus Verneri Pohjolas Trompete, durchmessen Pianist Tuomo Prättälä, Bassist Antti Lötjönen und Drummer Olavi Louhivuori verschiedene Formen der Dunkelheit. Das kann mal ein schummriger Jazzclub in der Übergangszeit zwischen „Kind Of Blue“ und „The Shape Of Jazz To Come“ sein („Three Queens“) oder ein verschlungenes Labyrinth („Follow The Damn Breadcrumbs“). Auch eine düstere Bar, in der ein Betrunkener über Klaviertasten stolpert („Sgr A*“), oder ein gespenstischer nächtlicher Wald („Night Song“) wird von dem „Luftflammenquartett“ (danke, Google Translate!) schmerzlich schön vertont. Echte Männer dürfen weinen.

Text
Josef Engels
, Jazz thing 142

Veröffentlicht am unter Reviews

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