Elina Duni Quartet

Dallendyshe

(ECM/Universal)

Elina Duni Quartet – Dallendyshe (Cover)Man muss den Schmerz singen, um über ihn hinausgehen zu können. Das ist zumindest die Überzeugung der Sängerin Elina Duni, die in Albanien geboren und in der Schweiz aufgewachsen ist. Hauptsächlich traditionelle Lieder aus ihrer albanischen Heimat singt sie mit ihrem Quartett auf dem neuen Album, die vom Exil und verlorener Liebe handeln. Mit ihrer tragisch umflorten Stimme ist Duni die ideale Interpretin solcher Lieder, die von ihrem kongenial agierenden Quartett aber so sparsam umgesetzt werden, dass sie niemals sentimental klingen. Pianist Colin Vallon, Bassist Patrice Moret und Schlagzeuger Norbert Pfammatter sind ein Muster an Eindringlichkeit und Zurückhaltung und verstehen es, Melancholie und Trauer in rhythmisch insistierende Klangbilder oder sanft grundierte Lieder zu übersetzen. Alle Liedtexte sind mit ihren englischen Übersetzungen im poetisch bebilderten Booklet zu finden – meistens glaubt man Elina Duni auch zu verstehen, ohne Albanisch zu können.

Text
Rolf Thomas
, Jazz thing 109

Veröffentlicht am unter Reviews
Trackback URL: https://www.jazzthing.de/review/elina-duni-quartet-dallendyshe/trackback/

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Abonnieren: Benachrichtigung bei neuen Kommentaren
oder ohne Kommentar abonnieren.