Cyro Baptista

Chama

(Ropeadope/ropeadope.bandcamp.com)

Cyro Baptista – Chama (Cover)Der Perkussionist Cyro Baptista wirkte bisher auf über 300 Produktionen mit, von Daniel Barenboim, Herbie Hancock über Milton Nascimento und Paul Simon bis John Zorn reicht die Liste seiner Beteiligungen, denn sie alle wollen Cyros magischen Touch bei ihren Aufnahmen oder Live-Auftritten. Dazwischen findet der in den USA lebende Brasilianer immer mal wieder Zeit, Alben mit einem seiner vier Ensembles zu veröffentlichen. „Chama“ ist Baptistas 13. eigenes Album. Hier verbindet er auf kongeniale Art die Musik seiner Heimat, darunter Forró und Batucada, mit folkigen bis hin zu experimentellen Gitarrensounds im Stil eines Marc Ribot, absolut hymnischen Akkordeonmelodien, einigen dezent schwirrenden Streicherparts und immer wieder auch geisterhaften Stimmen. So entführt der brasilianische Multiperkussionist und Rhythmusschamane in ein bisher unerforschtes Klanguniversum, das sich am besten als entzückendes Sammelsurium aller Arten von Sounds und Grooves beschreiben lässt, die man in einer Stunde unterbringen kann. Faszinierend!

Text
Olaf Maikopf
, Jazz thing 149

Veröffentlicht am unter Reviews

Deutscher Jazzpreis 2024