Kim Barth & Michael P. Mossman

Late Night Coffee

(enja/Soulfood)

Kim Barth & Michael P. Mossman – Late Night Coffee (Cover)Dass ein zu später Stunde genossener Kaffee Wirkungen hervorrufen kann, die über die Anregung hinaus zur Schlaflosigkeit führt, ruft bei Fans dieses schwarzen Gebräus allenfalls ein mildes Lächeln hervor. Bei dem „Late Night Coffee“, den der Altsaxofonist Kim Barth in bester Allianz mit dem Trompeter Michael P. Mossman serviert, steht jedoch die Stimulanz an erster Stelle. Schließlich ist das rasante Thema, mit dem die turbulente Session startet, der Tenorsax-Ikone John Coltrane gewidmet. Entsprechend expressiv fallen die Soli aus, in denen die Protagonisten die Messlatte ziemlich hoch schrauben und in einfallsreichen Chorussen glänzen. Von Anbeginn besticht der unverwechselbare, im Latin-Jazz-Ambiente angesiedelte Gruppen-Sound, der auf der exquisiten Themenpräsentation der Bläser und dem treibenden Groove der Rhythmusgruppe basiert. Stets bereichern die melodischen Motivketten des Gitarristen Paulo Morello die Abläufe. Sein heißes Solo in „Down In Dumbo“ begeistert ebenso nachhaltig wie der lyrische Einstieg in „Quiero Ir Contigo“. Welche lodernde Glut die Rhythmusgruppe entfachen kann – Dudu Penz (Bass), Heinrich Klingmann (Congas) und Cliff Almond (Drums) – wird in „Spanish Fire“ und „Blues For Barretto“ einmal mehr hervorgehoben.

Text
Gerd Filtgen
, Jazz thing 104

Veröffentlicht am unter Reviews
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