RIP: Rubén Rada

Rubén RadaRubén RadaMit ihm verliert Uruguay einen seiner populärsten Musiker: Im Alter von 83 Jahren verstarb am 26. August Rubén Rada. Er war der König des Candombe, das wichtigste Musikgenre des Landes. Rada begann in seinen Teenager-Jahren als Sänger von Sinatra- und Ray-Charles-Coverversionen und gründete eine Karnevals-Combo. Den afrouruguayischen Candombe kombinierte er in der Gruppe El Kinto mit Samba, Bossa und Beatles-Einflüssen – eine wegweisende Richtung für den Rock Uruguays. Es war nur die erste einer ganzen Folge von Bands, die auf Radas Initiative zurückgehen: Mit Totém integrierte er Funk-Elemente, im Nachbarland Argentinien hob er La Banda aus der Taufe, schließlich stellte er in den 1980ern sein Quintett vor, in dem Candombe mit Pop, Jazz und Funk zusammenfloss. Ein Klassiker der Formation wurde „La Cosa Se Pone Negra“, ein Live-Album von 1983. Ein weiterer Meilenstein Radas ist das 1995 eingespielte „Montevideo“, an dem Hiram Bullock mitwirkte. Sechs Dekaden lang sorgte Rada für eine Fusion von Stilen, die sich von Tango über Candombe bis zum Jazz aufspannten. Auch posthum wird es wohl nicht ruhig um den zeitlebens umtriebigen Rada werden: Die Familie teilte mit, dass noch zehn unveröffentlichte Alben in der Schublade liegen.

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