Louis MatuteJazz zum Dritten wurde 2003 von der Stadt Frankfurt als öffentliches Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit zum ersten Mal veranstaltet. Ursprünglich von einer kleinen Gruppe Jazzliebhaber:innen ins Leben gerufen, hat sich die Veranstaltung zu einem Highlight im Kulturkalender der Stadt entwickelt, um die Vielfalt und Diversität des Jazz zu feiern. Seitdem ist Jazz zum Dritten geradezu zum Renner für Jazzfans aus nah und fern geworden, mit einem Programmmix aus Größen und aufstrebenden Talenten aus aller Welt. Die Veranstaltung schließt jeweils an den offiziellen Festakt in der Paulskirche an und findet bei freiem Eintritt auf dem Römerberg statt. Ziel war es von Beginn an, die Erinnerung an die deutsche Wiedervereinigung mit einem offenen, niedrigschwelligen Kulturfest zu feiern. Dabei dient Jazz als Symbol für Freiheit, Verständigung, Vielfalt und ein friedliches Miteinander.
Dieses Jahr findet Jazz zum Dritten am 3. und 4. Oktober statt. Eröffnet wird es von der Londoner Schlagzeugerin und Singer/Songwriterin Momoko Gill mit einem spannenden Mix aus analogem Jazz und digitaler Dancemusic, gefolgt vom Afrobeat des Keyboarders Dele Sosimi. Nachdem die schottische Jazzsängerin Georgia Cécile die Bühne auf dem Römerberg mit ihrem Sound zwischen Tradition und Neuzeit geentert haben wird, verarbeitet der Genfer Gitarrist mit honduranischen Wurzeln, Louis Matute, mit „Dolce Vita“ die Flucht seines Großvaters aus der Heimat. Den Kehraus für Jazz zum Dritten ist das Orchester um den Crooner Tom Gaebel, das auch in Frankfurt sein Publikum wieder mit swingendem Bigbandjazz zu packen versteht.