Premiere: NODE Jazzfest

Ruth GollerRuth GollerDer Pianist Constantin Krahmer und der Saxofonist Christoph Möckel kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit in Köln, wo sie an der Abteilung Jazz/Pop der Hochschule für Musik und Tanz studiert hatten. Zehn Jahre lang waren sie Teil der umtriebigen, vitalen Jazzszene Kölns, sind dann aber nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen, wo sie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock lehren. Mit Gleichgesinnten wie dem Bassisten Henning Schiewer, der Flötistin Friederike Wendorf, dem im vergangenen Jahr verstorbenen Klarinettisten Theo Jörgensmann oder dem Schlagzeuger Leon Saleh starteten sie das Jazzkollektiv-MV, um vorhandene Ressourcen zu bündeln, Mecklenburgs Kulturleben zu bereichern und das kreative Umfeld für Künstler:innen in diesem nordostdeutschen Bundesland zu stärken.

Eine der ersten Maßnahmen des Jazzkollektivs ist das erste NODE Jazzfest am 18. und 19. September im Wichernsaal Schwerin. Der Name dieses neuen Festivals ist bewusst gewählt: Das englische „Node“ (Deutsch: „Knoten“) stammt aus der digitalen Netzwerktechnik und beschreibt Knotenpunkte, an denen Informationen zusammenlaufen und ausgetauscht werden. Genau das will das NODE Jazzfest auch: Ort der Begegnung sein, des Austauschs und der Vernetzung innerhalb der Jazzszene Mecklenburg-Vorpommerns. Im Premierenprogramm dieses Jazzfestes finden sich Konzerte mit Beteiligung der Kollektivist:innen wie Möckel, Saleh und Krahmer, die sich für ihr Konzert beim Jazzfest die Unterstützung der Hamburger Bassistin Lisa Wulf haben, oder Wendorf, die mit Musikern und Tänzerinnen zur Gruppe ad hoc zusammenfindet. Darüber hinaus holt man Gleichgesinnte zum Premierenfestival nach Schwerin – wie zum Beispiel den Saxofonisten Wanja Slawin mit seiner Band libelle, die in Großbritannien lebende, südtiroler E-Bassistin Ruth Goller mit ihrem Trio Skylla oder den dänischen Gitarristen Jakob Bro. Zusätzlich will das Jazzfest Netzwerktreffen für Kulturschaffende des Landes sein, bei dem Musiker:innen mit verschiedenen Akteur:innen ins Gespräch kommen, Kontakte knüpfen und Perspektiven für die Zukunft von Jazz in Mecklenburg-Vorpommern entwickeln.

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NODE Jazzfest

Text
Martin Laurentius
Foto
Pedro Velasco

Veröffentlicht am unter News

Applaus 2026