Nürnberg: NUEJAZZ 2026

Nach der audiovisuellen Eröffnung am 23. Oktober und der Vernissage zur Ausstellung „Jazz & Design“ geht das Programm am Abend darauf in die Vollen, wenn das European Jazz Companions Orchestra, das auf Initiative des NUEJAZZ-Leiters Frank Wuppinger und des Pariser Jazzprofessors Pierre Betrag zusammenkam, vielversprechende Talente aus Deutschland, Frankreich und Dänemark zusammenführt – mit der französischen Sängerin Marion Rampal als Special-Guest. Tradition ist der Wettbewerb NUEComer Jazzaward, der diesmal die 100. Geburtstage von Miles Davis und John Coltrane zum Thema hat. Dass deren Erbe längt im Hier und Heute einer aktuellen Musik angekommen ist, demonstriert am 27. Oktober der kubanische Posaunist Denis Cuní mit seinem Quartett. Auch der kanadische Multiinstrumentalist mit haitianischen Wurzeln, Jowee Omicil, setzt sich mit dem Schaffen eines dieser beiden Jazzlegenden, dem von Davis, auseinander und setzt die Musik dieses Trompeters in neue und überraschende Kontexte.
Der Gitarrist Bill Frisell, der 2026 seinen 75. Geburtstag feiert, ist seit jeher ein Forschender, der sich niemals mit dem Erreichten zufriedengibt, sondern stets auf der Suche nach weiteren und anderen Perspektiven ist. Weitere, mögliche, Höhepunkt im Programm von NUEJAZZ: ein unbegleitetes Klaviersolokonzert mit Gerald Clayton (der für Interessierte auch eine Masterclass gibt), das israelische Jazzpiano-Trio Shalosh mit einer energetischen Mixtur aus Jazz, Rock und Pop, die Harfenistin Brandee Younger mit ihrem Trio oder der Viertelton-Trompeter Ibrahim Maalouf mit seinem neunköpfigen Ensemble The Trumpets of Michel-Ange Vol. 2.
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