Neues Buch: Music Refuge

Music Refuge – Living Asylum Through MusicMusic Refuge – Living Asylum Through MusicDie irische Musikpädagogik-Professorin Ailbhe Kenny hat mit „Music Refuge – Living Asylum Through Music“ ein Buch über die Rolle von Musik unter Zwangsmigranten geschrieben. Dem Buch ging eine zehnjährige Recherche voraus, die sie in Irland und Deutschland sowohl unter Kindern als auch erwachsenen Migranten durchführte. Untersucht hat die in Limerick lehrende Professorin, wie, warum und wo Musik in Asylsystemen gemacht wird, wie Menschen sie unter den erschwerten Umständen nutzen, um Gemeinschaft und eine alternative Form des Seins zu schaffen. Im Mittelpunkt standen dabei die vielfältigen Identitäten und Kompetenzen, der im Zielland ankommenden Menschen, ihre Mehrsprachigkeit und ihr musikalisches Wissen.

Kenny war es dabei wichtig, die Zuflucht Suchenden nicht als Passive oder Abhängige zu begreifen, sondern als Akteure, die Kulturen erfinden und transformieren, anstatt bereits existierende zu assimilieren, und so mit der Musik eine neue Zugehörigkeit zu beanspruchen. So porträtiert sie zum Beispiel einen kongolesischen DJ, der seit einem Jahrzehnt die Szene seiner neuen Heimatstadt Galway prägt. Kenny: „Musik entsteht im Buch nicht als Ablenkung oder Form der Integration, sondern als soziale, emotionale und kulturelle Praxis, durch die Menschen ihr Leben aktiv gestalten, während sie unter Bedingungen von Unsicherheit, Überwachung und Zeitlichkeit leben.“ „Music Refuge – Living Asylum Through Music“ erscheint bei der Oxford University Press.

Weiterführende Links
„Music Refuge – Living Asylum Through Music“

Text
Stefan Franzen

Veröffentlicht am unter News

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