154: Die neue Ausgabe von Jazz thing

Jazz thing 154 Iiro Rantala (Cover)Jazz thing 154„Es ist schon eine Art Tradition, dass wir alljährlich im Rahmen der jazzahead! einige der dort Anwesenden zu einem Roundtable-Gespräch über aktuelle Themen der Jazzwelt versammeln“, schreibt Chefredakteur und Herausgeber AxelStinshoff in seinem Editorial zur 154. Ausgabe von Jazz thing. „Dieses Mal haben wir fünf Programmverantwortliche von Spielstätten für Jazz und improvisierte Musik an den Tisch gebeten, um über das Veranstalten in Post-Pandemiezeiten zu sprechen.“ Dabei waren Christiane Böhnke-Geisse vom schwere reiter in München, Kornelia Vossebein vom Stadtgarten in Köln, Steffen Wilde von der Tonne in Dresden, Maik Ollhoff vom Loch in Wuppertal und Hermes Villena vom King Georg in Köln, die unter anderem über das veränderte Verhalten beim Konzertbesuch des Publikums diskutiert haben, aber auch über gestiegene Nebenkosten und Förderungen von Spielstätten durch die öffentliche Hand.

Unser neuer Titelheld zeigte im Gespräch über sein neues Album „Tough Stuff“ (ACT/edel) eine Charaktereigenschaft, die öfters mal vermisst wird: „Wohl kein zweiter Jazzpianist verknüpft seit Jahren Leidenschaft, Kreativität und den leider sehr selten gewordenen Humor so virtuos miteinander wie der Finne Iiro Rantala“, so Stinshoff. Der 87-jährige Berliner Pianist Alexander von Schlippenbach, der kürzlich mit dem „Deutschen Jazzpreis“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden ist, sinniert im Gespräch lieber über sein aktuelles und zukünftiges Schaffen, während der afroamerikanische Altsaxofonist Charles McPherson im Alter endlich im Rampenlicht steht. Die ukrainische Vokalistin Tamara Lukasheva berichtet von der Genese ihrer Orchesterplatte „Anima“, Arooj Aftab hat sich für „Night Reign“ von der Magie der Nacht faszinieren lassen und Pianist Jacky Terrasson improvisiert auf seiner neuen Platte „Moving On“ über die Pop-Hymne für Glückseligkeit schlechthin, „Happy“. Weitere Features gibt es mit Hiatus Kaiyote, Oded Tzur und Dave Douglas, Stories dann noch unter anderem über Rebecca Trescher, Bill Laurance und Benjamin Koppel.

Dann verweist Stinshoff noch auf die „Jazz thing Next Generation“-Acts, die beim neuen Lovebird Festival am 7. und 8. Juni in Düsseldorf dabei sind: Clemens Gottwald, Karoline Weidt, Johanna Mohr & Flávio Nunes sowie das Mathieu Clement Quartett. Zudem kündigt er das nächste „Jazz thing at the King“-Konzert im Kölner King Georg am 27. Juni mit dem Jerry Lu Trio und Denis Gäbel als Gast an. Ab dem 31. Mai ist die 154. Ausgabe von Jazz thing am Kiosk – und kurz zuvor bei den Abonnent/-innen.

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Text
Martin Laurentius

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