ELBJAZZ 2019

John MayallJohn MayallAm 29. November ist er 85 Jahre alt geworden: John Mayall ist nicht erst im hohen Alter eine Institution des britischen Blues. Seine frühen Bands bilden geradezu den Stammbaum nicht nur des Bluesgenres, auch des Rock der Insel: Von den Bluesbreakers brachen Eric Clapton und Jack Bruce auf, um Cream zu gründen, auch Fleetwood Mac, Free, die Rolling Stones und Colosseum wären ohne Mayall-Mitstreiter so nicht zustande gekommen.

Eigentlich war Mayall ein Spätzünder, dessen musikalischer Karriere eine Laufbahn als Grafiker, Soldat und Baumhausbewohner voranging. 1966 startete der in Macclesfield, Cheshire Geborene seine Recording-Career, die mit 40 Einspielungen bis heute andauert. Auf dem ersten Studioalbum ist Eric Clapton als Gitarrist zu hören, der bei dieser Station zwischen den Yardbirds und Cream Mayall zum Durchbruch verhalf. Mit Peter Green an Bord nahm Mayalls klassischer Bluessound schon früh psychedelische Züge an, und mit dem späteren Rolling Stone Mick Taylor gingen die Bluesbreakers erstmals in den USA auf Tour und befanden sich auf dem Zenit ihres Schaffens.

Nach der Auflösung seiner Band wechselte Mayall den Kontinent: Von L.A. aus verfolgte er eine Solokarriere, tourte mit John Lee Hooker und T-Bone Walker, doch die 1970er brachten ihm nicht mehr den früheren Erfolg. Zu einer Reunion der Bluesbreakers kam es mit Taylor und John McVie 1982, unter wechselnden Besetzungen besteht die Band bis ins neue Jahrtausend. Mayall steht bis heute regelmäßig auf der Bühne: Für März und April sind in Deutschland zehn Konzerte angekündigt, bei denen sich der Altmeister von der jungen Gitarristin Carolyn Wonderland unterstützen lässt.

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John Mayall

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Creative Commons/Frank Schwichtenberg

Veröffentlicht am unter News

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