Rüdiger OppermannRüdiger Oppermann

Er ist mythenbeladen wie kein anderer deutscher Strom und wurde gerade deshalb auch politisch wie musikalisch oft instrumentiert. Dem Rhein eine neue Deutungshoheit zu geben, hat sich Klangwelten-Festival-Chef Rüdiger Oppermann nun auf die Fahnen geschrieben. Mit seinem mehrstündigen Werk „Rheingold“ folgt er dem Fluss musikalisch von der Quelle am Gotthard bis zur Mündung bei Rotterdam sowohl topografisch als auch historisch. Dabei unterstützt ihn ein Ensemble aus alten Weggefährten, zu dem die rätische Sängerin Corin Curschellas und der mongolische Sänger Enkh Jargal genauso gehören wie Spezialisten archaischer Hörner und Renaissanceinstrumente.

Der Basler Morgestraich, das Nibelungenlied, Hildegard von Bingen, die Loreley sind Stationen der Reise, der Goldhut von Schifferstadt, die Römerlegionen, aber auch die Schwerindustrie am Unterlauf und das multikulturelle Rotterdam. Oppermanns „Rheingold“ wird am 27. Juni auf dem Wunderhoeren-Festival in Worms uraufgeführt, wandert dann nach Landau und ins bündnerische Trun, bevor es am Rheinufer in Basel realisiert wird. Für nächstes Jahr plant Oppermann eine Konzerttournee in Form einer Schiffsreise.

Weiterführende Links:
Klangwelten

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Renate Weber

Veröffentlicht am unter News
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