Music ist für Nadav Erlich ein Traumraum. Dort kann er in der Zeit reisen, Elemente zum Beispiel des Impressionismus aufnehmen und verarbeiten, außerdem Instrumente ungewöhnlich kombinieren und überhaupt Form und Zwang verlassen, ohne sie exakt neu definieren zu müssen. „Music For Septet“ hat pastellene Klangfarben und fällt schon durch die Besetzung mit Harfe, Fagott, Klarinette, Flöte, Cello, Bass und Schlagzeug aus der Gewohnheit. Es ist kompositorisch streng, hat aber Freiheiten für improvisierende Kommentare. Aufgenommen im Dezember 2023 in Winterthur, ähneln die Stücke des in der Schweiz lebenden Bassisten aus Tel Aviv Hörbildern einer Ausstellung, mit klassiknahen Klangorten zum Verweilen und Passagen des Übergangs. Und als ganze Suite wirken sie trotzdem überraschend frei.
Text
Ralf Dombrowski
Ausgabe
, Jazz thing 166
Veröffentlicht am 29. Okt 2026 um 07:58 Uhr unter Reviews