Aalen: Jazzfest@35

Jamie BaumJamie BaumVom 4. bis 7 November findet in Aalen das 35. Jazzfest statt. Seit der ersten Ausgabe im Jahr 1992 präsentiert das vom Kulturverein kunterbunt e.V. organisierte Festival an vier Tagen ein Menü aus Fusion-Jazz, Hardbop, Funk-Jazz, Soul, afrikanischem Jazz und Weltmusik. Hauptspielstätte ist der KulturBahnhof Aalen, kurz KubAA, wo am 4. November die US-amerikanische Flötistin Jamie Baum mit ihrem Quartett und Pianistin Anke Helfrich im Trio mit Dietmar Fuhr (Bass) und Jens Düppe (Schlagzeug) das erste Doppelkonzert des Festivals spielen. Den Abend beschließt die Sängerin Kat Eaton mit einer Portion britischer Soul-Power. In der zweiten Paarung im KubAA am Donnerstag trifft das Quartett von Julian & Roman Wasserfuhr auf das Programm „Brothers“ von Star-Trompeter Till Brönner und dem Trio des Pianisten Frank Chastenier.

Weitere interessante Begegnungen und Kombinationen folgen am Freitag, wenn die WDR Big Band unter dem Vorzeichen des Funk auf die Mark Lettieri Group trifft, zu der mit dem Gitarristen Lettieri und denSchlagzeuger Jason „JT“ Thomas zwei Musiker von Snarky Puppy gehören. Zweite Band auf dem Ticket ist das grenzgängerische Trio Dirty Loops. Die Spätschicht am Freitag bestreitet das junge Brüderpaar Zohar & Adam Cabo an Keyboards und Schlagzeug in der zweiten Festivalspielstätte, dem Club The Room, wo am 7. November ein Nachmittagskonzert des Pianisten Markus Becker auf dem Programm steht, und später zum Festivalabschluss der In The House Band der „Abend hinter dem Abend“ gehört. Bereits vorher spielen am letzten Festivaltag im KubAA Young Gun Silver Fox, bestehend aus Andy Platts (Mamas Gun) und dem Multiinstrumentalisten und Produzenten Shawn Lee, sowie die acht Musiker von St. Paul & The Broken Bones aus Alabama mit einer explosiven Live-Show zwischen Psych Funk, Gospel und Rock.

In die Freude über ein gelungenes Programm und das 35. Festivaljubiläum mischt sich dieses Jahr die Trauer über den Verlust des langjährigen künstlerischen Leiters Ingo Hug, der von Beginn an zu den Stützen des Vereins zählte und am 28. Mai dieses Jahres unerwartet starb. Indem er in den ersten Jahren internationale Größen wie die Brecker Brothers, B.B. King und Chaka Khan, Archie Shepp, David Murray, Steps Ahead und Hiram Bullock nach Aalen einlud, etablierte er das junge Festival in kurzer Zeit als eines der renommiertesten in Deutschland. Für seine Verdienste um Verein und Jazzfest wurde er 2017 mit der Großen Ehrenplakette in Silber seiner Heimatstadt ausgezeichnet.

Weiterführende Links
Aalener Jazzfest

Text
Eric Mandel
Foto
Erika Kapin

Veröffentlicht am unter News

Bezau Beatz 2026