Toumani Diabaté – Kôrôlén

Tarun Balani

Dharma

(Berthold/Cargo)

Tarun Balani – Dharma (Cover) Der Drummer Tarun Balani sagt über sein Heimatland: „Die Menschen in Indien sind sehr offen für improvisierte Musik und verstehen, wie sie funktioniert.“ Nur eben der Jazz, der hat es ein bisschen schwer im Land der Ragas und Talas. Deshalb ging Balani, der schon als Kind das Schlagzeug für sich entdeckt hatte, 2005 nach New York, um dort am Drummer’s Collective zu studieren. Sechs Jahre später gründete er in New Delhi das Global Music Institute. Sein Quintett, aufgenommen in Brooklyn, ist eine indisch-amerikanische Angelegenheit (2:2) mit einer Prise Italien dabei. Tiziano Bianchi (Trompete) und Balanis Landsmann Sharik Hasan (Piano) sind die wichtigsten Solisten. Die Inspirationen für Balanis Stücke lieferten der Trubel von New York, der Tod der Großmutter, die Liebe zur Ehefrau oder das Schicksal der Aktivistin Malala Yousafzai. Der Drummer schlägt interessant akzentuierte Rhythmen, und die Musik hat einen eigenen Tonfall. Auffällig indisch klingt sie allerdings nicht, sondern unverkennbar nach New York.

Text
Hans-Jürgen Schaal
, Jazz thing 129

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