Scott DuBois

Autumn Wind

(ACT/edel)

Scott DuBois – Autumn Wind (Cover)Eine schöne Idee: Die zwölf Töne der Tonleiter ergeben zwölf Stücke, wobei pro Track jeweils ein Musiker hinzukommt. Als thematische Orientierung dient der Herbst als Jahreszeit der Veränderung, Vollendung, aber auch der zunehmenden Kälte und Auflösung. Zunächst lässt der amerikanische Gitarrist Scott DuBois die Mitglieder seiner Band antreten, den Bassisten Thomas Morgen, den Saxofonisten Gebhard Ullmann und den Schlagzeuger Kristen Osgood, gefolgt von einem Streichquartett und ein Bläserquartett. Nimmt man noch den Anspruch hinzu, Klassisches, Improvisierendes, Atmosphärisches und Erzählendes zu verbinden, ist bei Weitem genug Konzept für ein Album am Start. DuBois schafft es, trotzdem den Tonraum nicht zu überfrachten, sondern die Musik bis zu einem Texturfinale zu leiten, das die Fülle frei anmutend überborden lässt. Als Coda noch ein Streichquartett und der „Autumn Wind“ erscheint als in sich schlüssiges, suitenhaftes Konzeptalbum.

Text
Ralf Dombrowski
, Jazz thing 121

Veröffentlicht am unter Reviews
Trackback URL: https://www.jazzthing.de/review/scott-dubois-autumn-wind/trackback/

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Abonnieren: Benachrichtigung bei neuen Kommentaren
oder ohne Kommentar abonnieren.