RGG

Aura

(OKeh/Sony)

RGG – Aura (Cover)Der Bandname dürfte noch für Verwirrung sorgen, denn nach 15 Jahren sitzt bei RGG nicht mehr Przemyslaw Raminiak am Klavier, sondern der junge Pianist Lukasz Ojdana. Die beiden Gs – nämlich Bassist Maciej Garbowski und Krzysztof Gradiuk am Schlagzeug – sind bei dem polnischen Trio aber nach wie vor an Bord und sorgen dafür, dass auch die neue CD „Aura“ nicht zum Lounge-Geplänkel taugt. Ein fragmentarisch kühl dekonstruiertes „Don’t Give Up“ von Peter Gabriel taugt als einzige Reminiszenz an einen eventuellen Massengeschmack. Ansonsten dominiert der Wille zum Experiment. Der äußert sich in reduktionistischer Klangforschung – sei es in Ojdanas „Divisi“ oder in Ornette Colemans „W.R.U.“ – oder in einer exzentrischen Lesung von Carla Bleys „Walking Batterie Women“, bei der Bass und Schlagzeug ihrem Flügelmann ordentlich Druck machen. Philosophische Betrachtungen darüber, warum die Aufmachung der CD ganz in Pink gehalten wurde, runden das luxuriös gestaltete Booklet ab.

Text
Rolf Thomas
, Jazz thing 109

Veröffentlicht am unter Reviews
Trackback URL: https://www.jazzthing.de/review/rgg-aura/trackback/

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Abonnieren: Benachrichtigung bei neuen Kommentaren
oder ohne Kommentar abonnieren.