Philipp Weiss & Walter Lang

PWL

(Yellowbird/Soulfood)

Philipp Weiss & Walter Lang – PWL (Cover)Es ist das erste gemeinsame Duo-Album der beiden Musiker, die mit anderen Formationen schon lange unterwegs sind. Angesichts des Tracklistings wirft es die Frage auf, wieso sich die Leute heute noch auf ein Programm, in dem Standards der Jazzliteratur dominieren, einlassen sollen. Doch wenn Philipp Weiss zwischen opernhaftem Timbre, lasziver Coolness und dem souligen Samt eines Johnny Adams changiert und Walter Lang das Piano wie ein Maler der impressionistischen Farbenwelt anspielt statt Duftwolken für die Lounge ins Publikum zu sprühen, erübrigt sich jede Skepsis. In Lang hat der elegante Bariton einen Pianisten gefunden, der nicht bloß als Begleiter funktioniert. An manchen Stellen fühlt man sich hier an das erste Album von Tony Bennett mit Bill Evans erinnert – nicht nur wegen einiger hübscher Überschneidungen. Dass die beiden Bayern erst jetzt zusammengefunden haben, verwundert angesichts ihrer musikalischen Nähe.

Text
Uli Lemke
, Jazz thing 103

Veröffentlicht am unter Reviews
Trackback URL: https://www.jazzthing.de/review/philipp-weiss-walter-lang-pwl/trackback/

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Abonnieren: Benachrichtigung bei neuen Kommentaren
oder ohne Kommentar abonnieren.