Natalia M. King

Soulblazz

(JazzVillage/Harmonia Mundi)

Natalia M. King – Soulblazz (Cover)Die Wurzeln des Jazz im Blues möchte Natalia M. King mit diesem Album offenlegen. Dieses Motto nimmt die amerikanische Sängerin auch ziemlich ernst. Zu ernst. Denn auf „Soulblazz“ wird die tiefgründige Auseinandersetzung mit den Roots von Aktionismus übertüncht. Da jault die Slidegitarre auf vollen Touren, jammert die Harmonika mit höchstem Sentiment ihr Lied und Saxofonist Pierrick Pédron hat bei all diesen Plakatismen kaum Gelegenheit, seine großen Fähigkeiten auszuspielen. Hier wird die Musik dem Klischee geopfert und die Band verliert sich in flachen Stereotypen, statt sich dem Blues über die Interpretation zu nähern. In diese Mittelprächtigkeit reiht sich Natalia M. King mit ihrer Stimme nahtlos ein. Wer die ehrliche und substanzielle Verschmelzung von Südstaatenmusik, Stimme und Jazz sucht, der wird Cassandra Wilson schnell herbeisehnen.

Text
Michael Stürm
, Jazz thing 104

Veröffentlicht am unter Reviews
Trackback URL: https://www.jazzthing.de/review/natalia-m-king-soulblazz/trackback/

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Abonnieren: Benachrichtigung bei neuen Kommentaren
oder ohne Kommentar abonnieren.