Martin Tingvall

When Light Returns

(Skip/Soulfood)

Martin Tingvall – When Light Returns (Cover)Aus einem hymnischen Rubato schält sich schließlich eine freundliche Melodie, bei der man tatsächlich Sonnenstrahlen assoziiert: So, mit dem Titeltrack, beginnt „When Light Returns“, das mittlerweile vierte Soloalbum des schwedischen Pianisten Martin Tingvall. Der Leiter des äußerst beliebten Tingvall Trios lebt sich auch immer wieder allein am Flügel aus, und es sind nicht unbedingt virtuose improvisierte Höhenflüge, die ihn dabei interessieren. Nein, Tingvall ist und bleibt ein Melodiker und es reicht ihm die kleine Form, um seine musikalischen Absichten an den Mann und die Frau zu bringen. Das neckische „Hide And Seek“ erweist sich als fast schon klassisches Lied, das aber gleichzeitig im Blues verwurzelt ist. „Yellow Fields“ – nicht die von Eberhard Weber – schreitet streng dahin, gestattet sich dabei aber fröhliche Abweichungen. Dass Tingvall sich vor allem von Naturerlebnissen inspirieren lässt, davon legen Songtitel wie „Spring“, „Clear Sky“ oder „Fireflies“ Zeugnis ab.

Text
Rolf Thomas
, Jazz thing 139

Veröffentlicht am unter Reviews

Nosferatu