ELBJAZZ 2018

Marc Cary

Rhodes Ahead Vol. 2

(Motéma/Membran)

Marc Cary – Rhodes Ahead Vol. 2 (Cover)In der Go-Go-Szene von Washington D.C. aufgewachsen, hat sich der Pianist Marc Cary in New York unter anderem als Sideman von Abbey Lincoln einen guten Namen gemacht. Mit „Rhodes Ahead Vol. 2″ knüpft er an seine Veröffentlichung für Jazzateria von 1999 an. Als Pianist kommt Cary zwar von Randy Weston und McCoy Tyner, hier stehen aber eher Herbie Hancock oder Joe Zawinul Pate. Neben dem titelspendenden Kult-E-Piano der Marke Fender Rhodes bringt Cary die Hammond B3 und den Synthesizer Access Virus zum Einsatz, immer auf der Suche nach Schnittmengen zwischen dem elektrifizierten Fusion-Jazz der 70er und zeitgenössischen Downbeat-Stilen. Weil Weltmusik einen dieser gemeinsamen Nenner darstellt, hat Cary einigen Musikern seiner Trio-Formationen unter dem Namen Focus noch Sameer Gupta (Tabla), Jabari Exum (Djembe), Arun Ramamurthy (Violine) und Daniel Moreno (Percussion) zur Seite gestellt. Elf Tracks in einer ausgewogenen Balance von Standards und Traditionals einer- sowie Eigenkompositionen Carys andererseits, die dagegen manchmal ein wenig ziellos wirken. Highlights: Harold Maberns „Beehive“ und „The Chemist’s Notes“ zum Ausklang mit einem von Sharif Simmons vorgetragenen Poem. Da ist die „Harlem Renaissance“ dann wieder ganz präsent.

Text
Harry Schmidt
, Jazz thing 107

Veröffentlicht am unter Reviews
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