Kyle Eastwood

Eastwood Symphonic

(Discograph/PIAS/Rough Trade)

Kyle Eastwood – Eastwood Symphonic (Cover)Das neue Album des Bassisten Kyle Eastwood ist eine Verbeugung vor seinem Vater, vor dem Mann, der ihn mit seiner Leidenschaft für Jazz und Film ansteckte: Clint Eastwood. „Eastwood Symphonic“ enthält Musik aus Filmen, in denen Daddy mitspielte oder Regie führte und für die Lennie Niehaus, Ennio Morricone, Lalo Schifrin, Vater oder Sohn Eastwood die Soundtracks schrieben. Gute Filmmusiken sind solche, die auch für sich und ohne Bilder Wirkung erzielen oder im Idealfall selbst welche erzeugen. Nicht auf alle Nummern, die Eastwood für sein britisches Quintett und das manchmal etwas ungelenke nationale tschechische Symphonie Orchester arrangieren ließ, trifft das zu. Oft tönen sie ohne die dazugehörigen Szenen nur noch kitschig, nach zu viel Pomp. Etwas mehr Dirty Kyle und tüchtige Entschlackung hätten so gut wie allen Soundtrackthemen dieses Tributes gutgetan – ganz schlimm ist das aufgedunsene Intro zu „The Good, The Bad And The Ugly“. Punkten kann dieses Werk immer nur dann, wenn sich Eastwoods Quintett ohne störenden Klangballast kurz entfalten darf.

Text
Ssirus W. Pakzad
, Jazz thing 151

Veröffentlicht am unter Reviews

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