ELBJAZZ 2018

Jun Miyake

Lost Memory Theatre, Act 2

(Yellowbird/Soulfood)

Jun Miyake – Lost Memory Theatre, Act 2 (Cover)2013 kam der japanische Trompeter und Komponist mit „Lost Memory Theatre, Act 1″, einem Album, das auch so etwas wie seine Hommage an Pina Bausch, für die er einst gearbeitet hatte, war. Nun also die Fortsetzung. Wie bereits zuvor offenbart Miyake auch hier wieder seine Obsession für Exotik, vermischt in den edel changierend schillernden Klangbildern die verschiedensten Kulturen und Stile, bringt schlüssig neue Kammermusik mit Jazz, arabischen Skalen, leichten Bossa-Andeutungen und anspruchsvollen Pop-Momenten zusammen. Solche erst einmal disparaten Elemente nehmen unter Miyakes Händen eine neue, sinnlich betörende und überzeugende Form an. Und selbst wenn er darin den schwülstigen Millionenseller „Que Sera Sera“ integriert, hat das nichts mit Doris Day zu tun, sondern klingt fast gespenstisch, so als wäre es aus „Twin Peaks“. Und dass sich Miyake für die detailreiche Umsetzung seiner poetischen Kompositionen langjähriger Begleiter versichert, wie dem Oud-Spieler Dhafer Youssef, Cellist Vincent Segal, Bassist Melvin Gibbs und Sängerin Lisa Papineau, spricht zudem für die Qualität seiner Musik. Magisch!

Text
Olaf Maikopf
, Jazz thing 107

Veröffentlicht am unter Reviews
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