David Helbock - PurpleOb David Helbock tatsächlich das „Enfant terrible“ des jungen europäischen Jazz ist, wie es in der Presse-Info heißt, das sei dahingestellt. Jedenfalls gehört der 1984 im österreichischen Feldkirch geborene Pianist zu den risikobereiten Vertretern der hiesigen Szene. Schon das Sujet seines Albums „Purple“ zeugt davon: Helbock hat sich „Hits“ von Prince Rogers Nelson vorgenommen und daraus einen Parforceritt für Solo-Klavier geschaffen. Einer Suite gleich mit vier Versionen von „Diamonds And Pearls“ als Dreh- und Angelpunkt, zeigt er ungewöhnliche und überraschende Perspektiven auf das Werk von Prince. Er spielt keine Coverversionen, weder von „Kiss“, „Purple Rain“ oder „1999″. Vielmehr zelebriert er eigenwillige und zum Teil ad hoc improvisierte „Rekompositionen“ von 13 zum Pop-Kanon gehörenden Songs des exzentrischen Amerikaners – und ist damit nah dran am Spirit seines Jugendidols.

Veröffentlicht am unter Reviews
Trackback URL: https://www.jazzthing.de/review/david-helbock-purple/trackback/

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Abonnieren: Benachrichtigung bei neuen Kommentaren
oder ohne Kommentar abonnieren.