Als konzipierte Kammermusik bezeichnet der Komponist und Schlagzeuger Christian Lillinger das zweite Album seines Projekts „Open Form For Society II“, als Erforschung klanglicher Möglichkeiten mit einer speziell entwickelten Besetzung aus fünf Tasteninstrumenten (drei Klavieren, Cembalo und Claviton, von dem Erfinder und Komponisten Georg Vogel selbst gespielt), drei Bassisten, Vibrafon und Schlagzeug sowie elektronischen und elektro-akustischen Erweiterungen, dirigiert via Metronom. Die Kompositionen wurden über einen Zeitraum von drei Jahren geschrieben, als konzeptuelle Strukturen hoher Verdichtung, rhythmischer Polyphonie und der Frage nach dem Ordnungsverhältnis von Zeit, die Stockhausen 1957 stellte und die Lillinger hier aufgreift, um sie in die Jetztzeit zu übersetzen – als geniales Opus und „State of the art“.
Text
Maxi Broecking
Ausgabe
, Jazz thing 163
Veröffentlicht am 13. Apr 2026 um 07:57 Uhr unter Reviews