Zum Tode von Roger WillemsenRoger Willemsen

Roger Willemsen hat für den Jazz im Allgemeinen und für unser Buchprojekt „American Jazz Heroes“ im Speziellen Großartiges und Einzigartiges geleistet. Er hat Michel Petrucciani zum Durchbruch und Ruhm in Deutschland verholfen, hat den Jazz in Büchern, Artikeln und Filmen erklärt, interpretiert und vermittelt wie zuletzt kaum ein anderer deutscher Intellektueller. Er hat immens dabei geholfen, ihn im Feuilleton zu halten, wo andere ihn schon lange nicht mehr sehen wollten.

Für „American Jazz Heroes“ hat Roger ein furioses Vorwort voller Drive, Swing und Verve improvisiert, überbordende Wortkaskaden wie aus Coltranes Horn, Tyners Tasten oder Blakeys Snaredrum geschleudert. Am zweiten Buch konnte er nicht mehr mitschreiben, die Krankheit hatte ihn schon zu fest im Griff. „Ich tue alles dafür, zum dritten Band wieder zur Verfügung zu stehen“, schrieb er mir noch vor sechs Wochen.

Meine Gebete haben nichts geholfen, nun ist er tot. Wir trauern und gedenken eines großen Intellektuellen und herzensguten, aufrichtigen und äußerst engagierten Menschen.

Axel Stinshoff, Jazz thing

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Creative Commons/blue-news.org

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