Christoph Wagner - Der Klang der Revolte (Cover)Viele Jahre hat der Musikjournalist Christoph Wagner für sein neues Buch recherchiert, Archive gesichtet, Orte besichtigt und Interviews geführt, den Soundtrack der jungen Linksgepolten wiedergehört. Entstanden ist daraus eine Geschichte des deutschen Musik-Undergrounds zwischen 1967 und 1973. Jene „magischen Jahre“ markieren für Wagner die „radikale Abkehr von der biederen Nachkriegsunterhaltung“. Wagner, obwohl Jahrgang 1956, bezeichnet sich noch als „spätgeborenen Achtundsechziger“, Rockmusik war für ihn die Einstiegsdroge, Jazzrock und Jazz kamen später. „Im Jazz und in der Liederszene drang das Neue zuerst durch“, schreibt Wagner über Mitte der 1960er Jahre, „der ‚Beat Club‘, der samstagnachmittags im Fernsehen lief, wirkte als Medium der Rebellion“. Der Bogen der von Wagner in seinem Buch beschriebenen Protestmusik reicht von den Anfängen mit Brötzmann, Schlippenbach, Guru Guru, Kraftwerk und Embryo bis zu deren globaler Wirkung im „Echoraum der Geschichte“. Dazu zählt er auch die Zürcherin Irène Schweizer, die sich ebenfalls heute auf eine internationale Reputation berufen kann. Ein großer Wurf über die größte Zeit.

Christoph Wagners Buch „Der Klang der Revolte. Die magischen Jahre des westdeutschen Musik-Underground“ ist bei Schott erschienen. Es hat 388 Seiten mit zahlreichen s/w-Fotos und kostet 24,95 Euro.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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