Neue Spielzeit: hr-Bigband

Auch hieß es, dass der Vertrag vom „Composer in Residence“, Darcy James Argue, um weitere zwei Jahre verlängert worden ist. Dieser in Brooklyn, New York, lebende, kanadische Komponist und Arrangeur plant für den kommenden Mai zum Beispiel ein Projekt der hr-Bigband mit der Sängerin Cécile McLorin Salvant. „Jeder weiß“, so Argue, „dass Cécile über jene wundersame Stimme verfügt, wie sie nur einmal in einer Generation vorkommt, doch was mich noch mehr beeindruckt, ist die Tiefe ihrer musikalischen Intelligenz, die Authentizität ihrer interpretatorischen Vision und ihre Fähigkeit, einen jeden Abend aufs Neue zu überraschen.“ Mit dem Gitarristen Bill Frisell hat Argue indes noch nie zusammengearbeitet. Es wird also ein allererstes Aufeinandertreffen der beiden am 11. und 12. Februar im hr-Sendesaal in Frankfurt sein. „Bills Klang ist sofort unverkennbar“, meint Argue, „man muss nur eine einzige Note hören, und schon weiß man genau, wer das ist. Er ist einer meiner größten Helden als Komponist.“
Nach dem 100. Geburtstag von Miles Davis steht in diesem Jahr ein weiteres Centennial eines bedeutenden afroamerikanischen Jazzmusikers an: das von John Coltrane (23.9.1926–17.7.1967). Mit dem jungen Chicagoer Tenorsaxofonisten Isaiah Collier führt die hr-Bigband am 17. und 18. September Coltranes spirituellen Hymnus „A Love Supreme“ auf, noch arrangiert von ihrem erst kürzlich verstorbenen Chefdirigenten Jim McNeely. Dann gibt es unter anderem Konzerte mit Kurt Elling, Ali Neander, Emma Rawicz, Joel Ross und Becca Stevens. Und auch in der kommenden Spielzeit sind die Vermittlungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien wichtige Bestandteile der hr-Bigband. Dazu gehören Probenbesuche und Familienkonzerte ebenso wie das Format „Konzert statt Schule“, mit dem in vier für verschiedene Altersstufen ausgerichteten Konzerten unter dem Motto „Jazz went up the river“ Jazz, seine Geschichte und Wirkung anschaulich erklärt wird.
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