Arles: Fotofestival Les Rencontres

Lee FriedlanderBei der diesjährigen, 55. Ausgabe des bedeutenden internationalen Fotofestivals Les Rencontres d‘Arles, das an verschiedenen, über die Stadt verteilten Orten von römischen Katakomben und mittelalterlichen Kirchen bis hin zum Monoprix-Supermarkt stattfindet, ist die Ausstellung „Lee Friedlander Framed By Joel Coen“ mit Werken des Fotografen Lee Friedlander (und Vater des Cellisten Erik Friedlander) in einer Auswahl des Film-Regisseurs Joel Coen zu sehen. Diese wurde mitveranstaltet vom Privatmuseum LUMA der Schweizer Kunstsammlerin und Mäzenin Maja Hoffmann, das 2021 mit einem von Stararchitekt Frank Gehry spektakulär entworfenen silbernen Turm eröffnet wurde. Coens Auswahl von Friedlanders Arbeiten zeigt neben dem besonderen Blick des 1934 in Aberdeen, Washington, geborenen Fotografen, der zwischen den 1950er- und 1970er-Jahren Jazzmusiker wie Phil Woods, Miles Davis, Count Basie oder Chet Baker fotografierte, vor allem seine Bildkompositionen.

So erklärte der mit seiner Frau, der Schauspielerin Frances McDormand, anwesende Coen: „Ich empfand es als eine gewaltige Aufgabe, nur einige wenige Bilder aus Lee Friedlanders umfangreicher Karriere auszuwählen. Wo soll ich anfangen? Als selbst Bildermachender war ich mehr von seinem wunderbar seltsamen Sinn für Komposition angezogen als von einem bestimmten Thema. Und als Filmemacher gefiel mir die Idee, eine Sequenz zu schaffen, die seine ungewöhnliche Herangehensweise an die Bildgestaltung hervorhebt – sein Zerlegen, Zersplittern, Zerbrechen und Wiederzusammensetzen zu neuen und unmöglichen Kompositionen. Außerdem interessierte mich, dass Lee ein Jazz-Fan ist und seine Karriere mit dem Fotografieren von Musikern begann. Lee ist ein Jazzer mit einer Kamera, und der Klang, den er seinem Instrument entlockt, ist mit nichts vergleichbar, was jemals zuvor gespielt wurde.“

Weiterführende Links
„Lee Friedlander Framed By Joel Coen“

Text
Maxi Broecking

Veröffentlicht am unter News

Bezau Beatz