40: Jazz an einem Sommerabend

Louis Sclavis (Foto: Luc Jennepin)Louis SclavisSeit 1985 veranstaltet der Jazzklub Krefeld seinen Open-Air-Konzertabend Jazz an einem Sommerabend. Was als kleine Veranstaltung, organisiert von Jazz-Enthusiast/-innen in der Stadt am Niederrhein begann, ist mittlerweile zu einer spannenden Werkschau für Jazz und improvisierte Musik aus Europa geworden. Unter und vor einem großen Zeltdach, das jedes Mal in der Vorburg der Burg Linn aufgebaut wird, können mehr als 800 Besucher/-innen Platz finden, um der in der Regel mitreißenden und spannenden Improvisationsmusik von drei Bands zu folgen – zuletzt waren unter anderen die Polin Kinga Głyk, die paneuropäisch besetzte Band Sisters In Jazz oder der Franzose Émile Parisien mit seinem Sextett dort zu hören.

Den Opener für das Jubiläumsprogramm am 15. Juni macht in diesem Jahr das Quartett Turkish Pumpkin mit den beiden Saxofonisten Koen Boeijinga und Giuseppe Doronzo, dem Bassisten Esat Ekincioglu und dem Schlagzeuger Yusuf Ahmed, das zeitgenössischen Jazz mit türkischer Hochzeits- und Trauermusik mischt. Weiter geht es mit dem Septett METEORS um den Kölner Bassisten Sebastian Gramss, das mit seiner rhythmisch komplexen und melodisch vielschichtigen Improvisationsmusik raffiniert zwischen Prog-Rock und Modern Jazz pendelt. Top-Act des diesjährigen Konzertabends ist das Quintett des französischen Klarinettisten Louis Sclavis, der mit seinem Projekt „India“ Jazz mit Musik von Blaskapellen und Straßenensembles aus aller Welt zusammenführt. Einlass für Jazz an einem Sommerabend ist 18 Uhr, Konzertbeginn dann 18.30 Uhr.

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Jazz an einem Sommerabend

Text
Martin Laurentius
Foto
Luc Jennepin

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