Altdorf: Alpentøne 2023

Thomas GanschThomas GanschDas Festival Alpentøne im schweizerischen Altdorf, Kanton Uri, geht vom 17. bis 20. August in seine 13. Ausgabe. Mit 30 Konzerten, Filmvorführungen, Spoken-Word, Installationen und einem Klangspaziergang wird der kulturelle Reichtum des Alpenraumes im Wilhelm-Tell-Ort in allen Facetten eingefangen. Ungewöhnlich der Auftakt: Eine Uraufführung steht an, in Gestalt einer Sprechchor-Inszenierung des Gedichts „Die Alpen“ von Albrecht von Haller. Trompeter Thomas Gansch ist mit seinem Trio Wieder, Gansch & Paul zu Gast, hat als eine Art Carte-Blanche aber auch die Funktion, im ganzen Festival immer wieder überraschend eingreifen zu dürfen. Ein weiteres Trio kommt mit Gabriel Nietlispach Pupato nach Altdorf, für den Geiger Andreas Gabriel aus dem benachbarten Nidwalden ist das fast ein Heimspiel.

Die Schwyzerörgeli-Erneuerer Pflanzplätz holen sich als Gastschlagwerker Pudi Lehmann dazu. Mit dem Kompositionsauftrag „L‘Aur Blau“ vereinigen sich die rätoromanische Sängerin Corin Curschellas, La Triada und der Stimmkünstler Bruno Amstad. Jazzstars sind bei Alpentøne auch auf der Bühne: Etwa der Akkordeonist Vincent Peirani, der ein Kirchenkonzert spielt, der Trompeter Erik Truffaz, der im Theater auftritt, innerhalb des Projekts „Alp Dorf Connection“, oder der Pianist Florian Favre, der solo Lieder aus seiner Heimat Fribourg verjazzt. Urbanes und Ländliches vereint die Ländlersinfonie „Stadt-Land“ von Tobi Zwyer. Eine Klanginstallation verrät, wie Seilbahnen Musik machen, und zum Finale gibt es traditionsgemäß den Klangspaziergang im Reuss-Delta.

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Alpentøne

Text
Stefan Franzen
Foto
Maria Frodl

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