Osnabrück: Morgenland-Festival

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Vom 4. bis 18. Juni geht das Morgenland-Festival Osnabrück in eine neue Präsenzausgabe. Erstmals wird eine Aufführung zu sehen und zu hören sein, die Musik und Theater kombiniert: Die Oper „Songs For Days To Come“ stammt aus der Feder des syrischen Komponisten und Klarinettisten Kinan Azmeh. Ihr Libretto basiert auf Gedichten zeitgenössischer syrischer Lyriker/-innen und hat die weltweite Flüchtlingsproblematik als thematischen Kern. Die Oper, die während der Festivals sieben Mal gespielt wird, kommt als Ko-Produktion mit dem Theater Osnabrück auf die Bühne, Intendant Ulrich Mokrusch führt Regie. Auch die weiteren Konzertprojekte sind vielversprechend: „Timbres Of Middle-East-Europe“ heißt ein Abend, den der Isfahaner Mehdi Aminian entworfen hat. Mit seinem Ensemble arbeitet er an den musikalischen Kreuzungspunkten von Balkan und Vorderem Orient.

Balkanisches ist auch an anderer Stelle ins Festival integriert, etwa mit dem Budapester Roma-Ensemble Romengo, der bulgarischen Klarinetten-Eminenz Ivo Papasov und dem bosnischen Frauenduo Jelena Milusic (Gesang) und Merima Kljuco (Akkordeon). Auftragswerke von Jalgasbek Iles, Dima Orsho, Kljuco, Moslem Rahal, Yasamin Shahhosseini, Saman Gambarov und Ibrahim Keivo wird die Morgenland All Star Band zur Uraufführung bringen, die junge Oud-Spielerin Shahhosseini teilt sich in einem weiteren Konzert mit Kamancheh-Star Kayhan Kalhor die Bühne. Das niederländische Trio Under The Surface trifft auf die syrische Sängerin Abeer Albatal, und unter der Ägide von Marc Sinan wird in „I EXIST“ nach den Ursprüngen der Roma in Rajasthan geforscht. Im Finale stellen sich fünf junge syrische Komponist/-innen im Zusammenspiel mit dem Osnabrücker Symphonieorchester unter der Leitung von Daniel Inbal vor, bevor die marokkanische Band Bab L‘Bluz das Festival beschließt.

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Text
Stefan Franzen, Martin Laurentius & Rolf Thomas

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