Berlin: Musiker geben auf

Kultur nach CoronaKultur nach CoronaAus einer Umfrage des Berliner Landesmusikrats geht hervor, dass knapp ein Drittel der teilnehmenden Musiker/-innen aus Berlin bereits ihren Beruf aufgegeben haben oder dabei sind, sich neu zu orientieren, da sie keine berufliche Perspektive mehr sehen. Prekarität in den Künsten gibt es aber nicht erst, seit Corona grassiert und der Kultursektor heruntergefahren ist. Vielmehr macht die Krise deutlich, wie zerbrechlich die Lebensentwürfe von Künstler/-innen an sich schon immer waren.

Im vierten Teil einer Online-Konferenz soll es am 24. Februar darum gehen, wie die Kultur nach der Pandemie wieder aufgebaut werden kann. Der Landesmusikrat fragt, ob in der Krise der gesellschaftliche Stellenwert von Kunst und Kultur und insbesondere der freien Musikszene ausreichend gewürdigt wurde und wie das aktuelle System der Kulturförderung optimiert werden kann.

„Es darf nicht sein, dass wir uns als Gesellschaft, wenn es uns gut geht, an der Kunst erfreuen und sobald es knapp wird, sagen, Pech gehabt“, sagt die Präsidentin des Landesmusikrates Berlin, Hella Dunger-Löper. „Deshalb haben wir auch Betroffene an den Tisch geladen, die gegebenenfalls auf unrealistische Vorstellungen aufmerksam machen können.“

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Landesmusikrat Berlin

Text
Stefan Franzen, Martin Laurentius & Rolf Thomas

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