Jazzinstitut DarmstadtJazzinstitut DarmstadtUnd schon laufen die Vorbereitungen für das Jazzforum 2019 in Darmstadt mit dem Thema „Positionen! Jazz und Politik“. „Während in den USA, dem Geburtsland des Jazz, fast jedes Projekt eine politische Note erhält, von Vijay Iyer bis Kamasi Washington, scheint Europa im selbstgefälligen Feiern von Jazz als Kunstmusik versunken“, heißt es in der Programmankündigung. „In Zeiten, in denen in ganz Europa die sozialen und politischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte von einem neuen Populismus zurückgedrängt werden, befasst sich aber auch die Kunst insgesamt wieder verstärkt mit gesellschaftlichen Themen, sei es die bewusstere Haltung gegenüber Klimafragen, Armut, Bildung, das globale Verständnis von Menschlichkeit, das Eintreten für die Menschenwürde auf allen Ebenen, eine klare Haltung gegen Sexismus, Rassismus oder sonstige Ausgrenzung.“

Das Jazzinstitut will nun „mit Musiker*innen, Expert*innen und Wissenschaftler*innen darüber sprechen, ob nicht vielleicht gerade die immer präsente politische Kraft des Jazz, die Tatsache also, dass improvisierte Musik ein seismographisch ziemlich empfindliches Abbild der Gegenwart ist, dieser Musik auch 2019 and beyond einen besonders wichtigen Platz im Kanon der aktuellen Musik gebührt.“ Nach einigen englischsprachigen Jahrgängen ist für das nächste Jazzforum auch Deutsch wieder als Konferenzsprache zugelassen, Vorschläge für spannende Beiträge können jetzt eingereicht werden. Das 16. Darmstädter Jazzforum findet vom 3. bis 5. Oktober 2019 statt.

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Darmstädter Jazzforum

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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