Manu KatchéManu KatchéDie Bekanntgabe des Programms des nächsten Xjazz-Festivals kam dieses Jahr recht spät. Gründe dafür wurden in der Pressemitteilung nicht genannt. Doch, so hat es den Anschein, ist es für das Organisationsteam um den Trompeter Sebastian Studnitzky stets ein großer Kraftakt, das diverse und vielfältige Programm jedes Jahr auf’s Neue zu stemmen. Und auch mit der fünften Ausgabe vom 9. bis 12. Mai dieses noch immer einmaligen Berliner Festivals wird es nicht anders gewesen sein. „Die selbstbewusste Programmgestaltung frei von Berührungsängsten erwies sich schnell als ein stabiler Anker für Berliner Jazz und Artverwandtes“, schreiben die Organisatoren in der Pressemitteilung. „Von Anfang an ermöglichte das offene und spielerische Jazzverständnis der Kuratoren eine Vielzahl neuer Kollaborationen. Jazz ist hier oft nur ein Schätzwert. Vielmehr entstehen unter dem Dach Xjazz musikalische Hybride aus allen erdenklichen Pop-Spielarten, Funk, Klangexperimenten, Ambient, Hiphop, orientalischer Harmonik, afrikanischer Rhythmik, Elektronik, Improv und eben – Jazz.“

Diese stilistische Diversität spiegelt sich natürlich auch im Programm der diesjährigen Ausgabe wieder. Altvordere des Jazz wie der polnische Trompeter Tomasz Stanko haben dort ebenso Platz wie jugendliche Bilderstürmer – etwa die junge englische Trompeterin Laura Jurd mit ihrer Band Dinosaur. Studnitzky wird ein Trompetensolo-Konzert spielen und das Trio Elf sich auf den Weg von Bayern nach Berlin machen. Der Schlagzeuger Manu Katché reist mit seiner Band aus Paris an und der Pianist Joachim Kühn aus seinem Domizil auf Ibiza. Während die Berliner Sängerin Lea W. Frey feinnervige Popsongs spinnt, konzentriert sich das Generationen-Duo Rodelius & Kasar auf eine rockende Improvisationsmusik. „Denn einerseits fördert das Festival neue künstlerische Teamarbeit. Andererseits wirkt Xjazz wie ein Brennglas für die oft flüchtigen und temporären musikalischen Projekte, die sich innerhalb der bunt gemischten Musikszene Berlins ergeben. Einer Szene, die sich bei näherem Hinsehen als eine Ansammlung kreativer Einzelszenen darstellt, die neue Einflüsse von außen aufsaugt wie ein Schwamm. Wobei Xjazz eben nicht nur bereits vorhandenes abbildet, sondern neue musikalische Begegnungen initiiert“, schreiben die Xjazz-Macher. Das komplette Programm und alle Infos gibt es auf der Festivalsite im Internet.

Weiterführende Links
Xjazz Festival

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Arno Lam

Veröffentlicht am unter News

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Abonnieren: Benachrichtigung bei neuen Kommentaren
oder ohne Kommentar abonnieren.