Bezau Beats 2018

Dianne ReevesDianne ReevesStimmgewaltig meistert sie vier Oktaven, sie bespricht und bezirzt ihr Publikum, sie hat Ausstrahlung und Aura. Dianne Reeves ist die talentierteste und überzeugendste Jazzsängerin ihrer Generation, bei ihren amerikanischen Konzerten haben die Zwischenansagen manchmal Songlänge. Dabei geht es, wie in den Songtexten, die sie schreibt, um ihr Leben. Um Unschuld, Schönheit und Selbstbestimmung, um Vertrauen in die eigene Stärke, um innere Kraft und Weisheit. Von ihrer Kindheit in Denver, Colorado, wo sie heute wieder lebt, schwärmt sie im autobiografisch geprägten „Nine“ auf ihrer aktuellen CD „Light Up The Night – Live In Marciac“ (Concord/Universal). Wenn sie von der „Neighborhood“ ihrer Kindheit singt, zeichnet sie nicht das Bild einer von Drogen und Gewalt zerrütteten Community, sondern einer auf gegenseitige Hilfe, Hoffnung und Liebe setzende Gemeinschaft.

Sie brauche die sozialen Netzwerke nicht, um zu wissen, dass viel schief laufe in dieser Welt. Als Musikerin lerne sie auf ihren Reisen sehr verschiedene Menschen kennen, und sie sei überzeugt, dass die Guten und das Gute überwiegen. „Bleib dir selbst treu, sei stark und strahle“, lautet ihre Botschaft. Jetzt ist sie 61, und wer der sechsfachen Grammy-Gewinnerin so zuhört, gerät schnell in ihrer Bann. Die Mitglieder ihres Quintetts, der Pianist und musikalische Leiter Peter Martin, Romero Lubambo, Gitarre, Terreon Gully, Schlagzeug, und Reginald Veal, Bass, sind langjährige Weggefährten auf ihren Konzerttourneen. Veal, ein Virtuose, predigt mit seinem Solo über die Miles Davis Komposition „All Blues“ die Sounds der schwarzen Kirche, den Gospel und das, was Reeves die spirituelle Kraft des Jazz nennt.

Zu ihrer aktuellen Version von Wayne Shortes „Infant Eyes“ singt Reeves einen eigenen Text, mit dem von ihr bewunderten Shorter hat sie in den letzten Jahren immer wieder mal zusammengearbeitet, so auch für das „Thelonious Monk Institute“ und dessen weltweit einflussreichsten Nachwuchswettbewerb für Jazzmusiker. Die Liste ihrer eigenen Einflussgeber ist lang, Clark Terry, George Duke, Sergio Mendes und Harry Belafonte gehören dazu und die von ihr besonders verehrte Sängerin Sarah Vaughan, die sie 1975 auf der Beerdigung von Cannonball Adderley kennenlernte. Bevor am 12. April das Jazzfestival Basel eröffnet, steht das Highlight des laufenden „Jazzfrühlings“ erst noch bevor: Die große Jazzsängerin Reeves tritt am 22. März im Musical Theater Basel auf. Für dieses Konzert verlosen wir 2×2 Eintrittskarten. Schickt uns bis 16. März eine E-Mail an redaktion@jazzthing.de – mit ein paar Sätzen über unseren wöchentlichen Jazz thing Newsletter. Viel Erfolg!

Weiterführende Links
Offbeat Basel

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Veröffentlicht am unter News

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