Sarah McKenzieSarah McKenzie

In diesem Jahr wird das Stimmen-Festival, das vom 8. Juli bis 5. August in Lörrach und einigen anderen Orten im Dreiländereck Deutschland-Schweiz-Frankreich beheimatet ist, zum 25. Mal stattfinden. Ein Jubiläumsprogramm wolle man nicht liefern, so die Festivalleitung. Spürbar aber ist: Die Abkehr vom ehemaligen Alleinstellungsmerkmal ist mit dieser Ausgabe abgeschlossen. Stimmen aus aller Welt und traditionelle Musik anderer Erdteile, Hauptanziehungspunkt der ersten 20 Festivaljahre, sind nicht mehr zu finden, lediglich ein Konzert (Songhoy Blues / Témé Tan) lässt sich noch in die Kategorie Weltmusik einordnen. Jazzfarben haben etwas zugelegt: Die US-puertoricanische Sängerin Indra Rios-Moore wird gastieren, ebenso die australische Sängerin Sarah McKenzie, die helvetischen Nachbarn schicken Hildegard Lernt Fliegen. Mit Fat Freddy’s Drop ist neuseeländische Soul-Reggae-Fusion am Start. Soul und R&B gibt es mit Ex-Musikern von Prince in Gestalt der New Power Generation, mit Jeff Cascaro oder D/Troit. Folk- und Songwriting-Highlights wie Josienne Clarke & Ben Walker und zwei Klassik-Abende ergänzen das Programm.

Der unverkennbare Schwerpunkt liegt jedoch bei den Pop- und Rock-Größen von Robert Plant bis Liam Gallagher. Zum programmatischen Umbau sagt der seit 2013 amtierende Festivalchef Markus Muffler der „Badischen Zeitung“: „Wir bewegen uns in einer falschen Dimension, wenn wir ständig Ethno- gegen Metropolenmusik ausspielen. Die urbane künstlerische Seite, die wir verstärkt anbieten, füllt eine große Lücke hierzulande.“ Und seine Kollegin Kristina Danwerth ergänzt: „Unser Anliegen ist es, weltoffene Musik anzubieten. Da liegt es auf der Hand, dass die Schnittmengen mit urbaner Metropolenmusik groß sind, größer als mit einer traditionellen iranischen oder mongolischen Band.“

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Stimmen-Festival

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Philippe Levy

Veröffentlicht am unter News