Robben FordRobben FordDas Gitarrespielen brachte sich Robben Ford, 1951 in Woodlake, Kalifornien, geboren, als Jugendlicher autodidaktisch bei. Zuvor hatte er Saxofon gelernt, das er noch 1972 auf seinem Album „Sunrise“s pielte. Doch spätestens nach seinem Umzug nach San Francisco 1969 war die Gitarre das Instrument seiner Wahl, die er auch in seiner ersten eigenen Band, der Charles Ford Band (benannt nach seinem gleichfalls Gitarre spielenden Vater), hauptsächlich gespielt hatte. Schon damals war deutlich, dass Ford ein „kompletter“ Gitarrist ist, der sich jeder technischen Herausforderung stellte und keine Genregrenzen kannte. Sicherlich, der Blues mit seinen stilistischen Ausprägungen ist für ihn auch heute noch die Basis, von der aus er aber stets Ausflüge in den Jazz und Rock macht. Der elektrische Blues war es dann, den er als junger Mann in der Band des Harp-Virtuosen Charlie Musslewhite geradezu zelebrierte. Doch sein emotionsgeladenes Spiel auf den sechs Saiten seines Instruments war im Laufe seiner Karriere auch bei Miles Davis, Joni Mitchell, Bob Malach oder Rickie Lee Jones gefragt.

„Purple House“ (earMusic/edel) heißt das Album, das Ford kürzlich veröffentlicht hat. Der Titel lässt sich ganz einfach erklären, wie der Gitarrist im Gespräch mit Ralf Dombrowski in der aktuellen Ausgabe von Jazz thing betont: „Ich habe das Album bei einem alten Freund aufgenommen, Casey Wasner, der es außerdem produziert hat. Er hat sein Studio in Leipers Fork, Tennessee, und das trägt den Namen Purple House. Kein Geheimnis also, nur ein Studio.“ Auf dem Album sind neun Songs zu hören, die ihre Verwurzelung im Blues nicht leugnen, aber sich beispielsweise auch gegenüber dem Soul öffnen. Sie sind ursprünglich und unkompliziert und klingen knackig, kraftvoll und frisch. Das liegt auch daran, dass Ford einige Jungspunde mit ihm Studio hatte, die mit ihm die Songs einspielten – wie beispielsweise die Gitarristin Shemekia Copeland, den Sänger Travis McCready und den Bishop-Guns-Gitarristen Drew Smithers. „Im Laufe der Jahre habe ich alles Mögliche gemacht und in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen gespielt. Am Ende aber komme ich immer zum Blues zurück“, erklärt der Gitarrist. „Ich versuche jedenfalls, in meiner Musik ehrlich zu sein, unerschrocken. Da ist der Blues ein guter Ausgangspunkt“. Wir verlosen drei Mal Fords „Purple House“: als Vinyl-LP. Schickt uns bis zum 15. November eine E-Mail an redaktion@jazzthing.de – mit ein paar Sätzen zu unserem wöchentlichen E-Mail-Newsletter. Viel Erfolg!

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Robben Ford

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Mascha Thompson

Veröffentlicht am unter News

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