Horst und Gretl Will Stipendiums für Jazz/Improvisierte Musik für Leonhard HuhnLeonhard Huhn

Auch 2015 ist wieder das „Horst und Gretl Will Stipendium für Jazz/Improvisierte Musik“ vergeben worden. Mit 10.000 Euro ist dieses Jazzstipendium der Stadt Köln dotiert, bisherige Preisträger waren unter anderem Pablo Held (Piano), Tobias Hoffmann (Gitarre) und Filippa Gojo (Gesang). Das Ausschreibung richtet sich an Musiker mit Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen, die nicht älter als 30 Jahre sind. Der diesjährige Gewinner ist der Altsaxofonist Leonhard Huhn, 1986 in Berlin geboren. 2011, nachdem der Saxofonist sein Studium an der Hochschule für Musik und Tanz abgeschlossen hatte, sorgte er zum ersten Mal für Aufsehen, als er mit dem Bassisten Sebastian Gramss „Duke Ellington’s Far East Suite“ als Duo-Album veröffentlichte. Weitere Bands mit Huhn sind das Olaf Lind Quartett und das mit seinem Instrumentalkollegen Stefan Karl Schmid geleitete Projekt Schmid’s Huhn. Er ist Gründungsmitglied vom Kölner Kollektiv „Impakt“ und arbeitet seit geraumer Zeit für das Multiple Joy(ce) Orchestra.

„Leonhard Huhn hat sich nicht zum ersten Mal um das ,Horst und Gretl Will Stipendium‘ beworben. So hat die Jury nicht nur ein Bild bekommen vom aktuellen Stand der Dinge bei ihm, sondern auch ansatzweise einen Überblick über die künstlerische Entwicklung, die er in den vergangenen Jahren genommen hat“, ist unter anderem mit Hans-Jürgen Linke besetzte Jury überzeugt: „Diese Entwicklung war raumgreifend, mehrdimensional und dabei stets sorgfältig gestaltet. Leonhard Huhn hat das Ausdrucksspektrum seines Saxofon-Stils erweitert und sich in überraschend kurzer Zeit schwierigste Spieltechniken und Artikulationsweisen angeeignet. Er hat sein kompositorisches Vokabular ausgebaut, angereichert und erweitert, und er hat Spielerfahrungen in verschiedenen Bands in unterschiedlichen Rollen gesammelt, wie nur wenige andere Musiker in seinem Alter.“ Preisverleihung und Preisträgerkonzert gibt es am 9. September im Stadtgarten Köln.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Frank Schindelbeck

Veröffentlicht am unter News
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