Marcus BelgraveR.I.P. Marcus BelgraveEr war einer der engagiertesten Homies der Jazzgeschichte. Kaum außerhalb von Detroit bekannt, bildete er dort führende Solisten aus, darunter Kenny Garrett, James Carter und Geri Allen. Ab Mitte der 1950er Jahre tourte Marcus Belgrave mit Ray Charles und spielte mit Max Roach und Charles Mingus. Seit 1963 lebte Belgrave in Detroit, wo er als Lehrer und Studiomusiker arbeitete. Aufnahmen unter eigenem Namen, wie „Working Together“ (1992), blieben rar. Der Trompeter Marcus Belgrave war sowohl im Hard Bop als auch als Freeplayer kompetent, als Solist nahm er Platten mit McCoy Tyner, David Newman und David Murray auf. Das Lincoln Center Jazz Orchester unter Leitung von Wynton Marsalis featurte Belgrave in New York, ein Höhepunkt eines ungewöhnlichen künstlerischen Lebensweges, über den in den gängigen Jazzlexika lange Jahre nichts zu erfahren war. Auch auf Regina Carters Detroit-Hommage „Motor City Moments“ (2000) hatte der Mentor Marcus Belgrave einen Gastauftritt. 2009 wurde er von der Kresge Foundation mit dem mit 50.000 US-Dollar dotierten „Kresge Eminent Artist“-Preis ausgezeichnet. Marcus Belgrave wurde am 12. Juni 1936 in Chester, Pennsylvania, geboren, am 24. Mai ist er in Ann Arbor, Michigan, gestorben. Er wurde 78 Jahre alt.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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