Bezau Beats 2018

WDR Jazzpreis für Nicolas SimionNicolas Simion

Die Jury hat gesprochen und die Preisträger in den vier Kategorien des elften WDR Jazzpreises bestimmt. In der Sparte „Komposition“ entschied man sich schließlich für den 1981 geborenen Posaunisten und Komponisten Tobias Wember. Sein Stück „State Of Mind“, mit dem er sich beworben hat, liefert gleichsam einen Querschnitt durch seine noch junge Laufbahn als Jazzkomponist: Ausgehend von der klassischen Big-Band-Besetzung lässt er neben Tutti-Klängen Raum für die Solisten, die sich für ihre Improvisationskunst von seiner Genre-übergreifenden Harmonik inspirieren zu lassen. Gewinner „Improvisation“ ist der 1959 im rumänischen Dumbravita geborene Nicolas Simion. Seitdem der Saxofonist und Klarinettist 1989 sein Heimatland verlassen hat, setzt er sich mit der Musik Rumäniens auseinander, um deren ungerade Metren, am Sprechrhythmus angelehnte Melodien und modale Harmonik durch seine intuitive Improvisationskunst als Jazzmusiker zu erweitern. Das Curuba Jazz Orchester ist Gewinner in der Kategorie „Nachwuchs“ und der Kölner Musikjournalist Michael Rüsenberg wird mit dem „Ehrenpreis“ ausgezeichnet.

„Die Bewerbungen für den WDR Jazzpreis 2015 waren erneut auf höchstem musikalischen Niveau“, so WDR-3-Programm-Chef Karl Karst in der Pressemitteilung, „sie spiegeln die lebendige Musikszene Nordrhein-Westfalens und die Kraft der Improvisation wider.“ Die Preisverleihung und Preisträgerkonzerte finden am 30. Januar im Konzerthaus Dortmund im Rahmen des dritten WDR 3 Jazzfestes statt, das vom 28. bis 31. Januar Station in Dortmund macht. Infos zu den Gewinnern und das Programm des WDR 3 Jazzfestes gibt es im Internet. Der WDR Jazzpreis ist insgesamt mit 30.000 Euro dotiert.

Weiterführende Links:
WDR 3 Jazz

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Christoph Giese

Veröffentlicht am unter News
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